Wölflinge – Stufe

woe_orangeinside

Spielerisch die Welt entdecken

Das Spiel ist in der Wölflingsstufe die wichtigste Aktionsform. Hier können die Wölflinge ihre Fantasie gebrauchen, Freunde finden, ihren Bewegungsdrang ausleben und sich geschützt ausprobieren. Sie machen sich im Spiel die Welt vertraut und lernen sie so kennen. Durch spielerisches Experimentieren gelingt es den Kindern, die verschiedensten Zusammenhänge zu erkennen. Die Spielgeschichte verbindet „Erzählen“ und „Spielen“. Sie bietet eine gute Möglichkeit, mit Wölflingen fantasievoll das Leben zu entdecken. Ihren Entdeckungsdrang und ihre Neugierde führen Wölflinge zu spannenden Abenteuern, sie lernen Herausforderungen zu meistern und wachsen an ihnen.

 

Mitbestimmung und Mitverantwortung

Wölflinge können und wollen im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitbestimmen und  Mitverantwortung tragen. Ihre Leiterinnen und Leiter setzen sich dafür ein, sie ander Programmgestaltung im Pfadfinderalltag, am Stammesleben und – so weit möglich – auf allen anderen Ebenen zu beteiligen. Sie sorgen für einen überschaubaren Rahmen und eine kindgerechte Sprache. Es geht darum, herauszubekommen, was die Wölflinge wollen, was sie können und wozu sie Lust haben. Kinder, die im Wölflingsalter schon erfahren, dass es möglich ist, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu vertreten, lernen, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen. Mit der Zeit übernehmen sie zunehmend mehr Verantwortung und gestalten ihr Leben aktiv.

 

 

Projektmethode

Die Projektmethode ermöglicht den Wölflingen ihre Umwelt zu entdecken. Sie beschreibt den Weg von der Idee zur reflektierten Handlung. Das Thema entwickelt sich aus den Interessen und Bedürfnissen der Wölflinge.

Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei eine gut ausgearbeitete und fantasievolle Animation, um die Begeisterung der Wölflinge zu wecken und eigene Ideen aus ihnen herauszulocken.

Wichtig ist, dass jeder Einzelne sich gleichermaßen im Projekt wieder finden und seine Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen kann. Dies gelingt, wenn gemeinsam Ziele und Regeln für ein wertorientiertes Handeln vereinbart werden. Das Leitungsteam muss die Gruppe dabei intensiv begleiten und beraten. Der

Rückhalt in der Gruppe soll für jeden Einzelnen spürbar werden. Die Reflexion des Ganzen bietet allen die Chance, das Erlebte zu überdenken, Stärken und Schwächen festzuhalten und gegebenenfalls Veränderungen

anzuregen.

 

Versprechen

Durch sein Versprechen zeigt der Wölfling, dass er zur Gruppe gehören will und bereit ist, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Wenn der Wölfling einige Zeit mit der Gruppe verbracht hat, kann er das Versprechen ablegen. Er entscheidet sich damit bewusst und freiwillig für die Gruppe und bekennt sich zu den Zielen und Werten unseres Verbandes. Dieses besondere Ereignis wird sehr sorgfältig und gründlich in der Gruppe vorbereitet. Mit dem Versprechen drückt der Wölfling aus, dass er sein Bestes geben und sich an die Regeln halten will. Zugleich wird der Wölfling damit von den anderen Gruppenmitgliedern anerkannt und von der Gruppe

aufgenommen.

 

Wochenendfahrten, Lager, Streife, Hike

Wochenendfahrten, Lager, Streife und Hike bieten für Wölflinge viele Möglichkeiten, neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Unterwegssein ist ein Abenteuer. Es gilt, ständig neue Herausforderungen zu bewältigen und an ihnen zu wachsen. Die Wölflinge und das Leitungsteam lernen einander besser kennen.

Neue Seiten jedes Einzelnen kommen zum Vorschein. Der Zusammenhalt in der Gruppe wächst. Ein bewusstes und einfaches Leben draußen ermöglicht sowohl die Bedrohung der Natur zu entdecken als auch ihre Schönheit zu entdecken. Es gilt, die Augen und Ohren offen zu halten, die Umgebung bewusst wahrzunehmen, fantasievoll, kreativ und fröhlich zusammen das Leben zu meistern.

 

Strukturen der Wölflingsstufe

Mädchen und Jungen, die zu den Wölflingen kommen, stehen noch am Anfang ihrer Identitätsfindung. Bei den Wölflingen lernen sie, Bereiche ihres Lebens selbst in die Hand zu nehmen und in der Gruppe zusammenzuleben. Dabei lernen sie, immer wieder Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu bestimmen. Damit dieses Lernen und Erleben gelingt, sollen ihnen die folgenden kindgemäßen

Strukturen helfen:

 

Rudel und Meute

Eine Meute (Großgruppe) besteht aus etwa 20 Wölflingen und einigen Leiterinnen und Leitern, dem Leitungsteam. Idealerweise unterteilt sich eine Meute in mehrere Rudel (Kleingruppen) von je fünf bis sechs Wölflingen. Jedes Rudel wählt sich einen Leitwolf (Kleingruppensprecher), der die Interessen des Rudels im Meutenrat vertritt.

 

Meutenrat

Im Meutenrat (Gruppenrat) kommen die jeweiligen Leitwölfe des Rudels mit einem Mitglied des Leitungsteams zusammen. Zu den Aufgaben des Meutenrates gehört die Vernetzung zwischen den einzelnen Rudeln und die Vorbereitung der Ratsversammlung.

 

Ratsversammlung

In der Ratsversammlung (Vollversammlung) treffen sich die Mitglieder der Wölflingsstufe. Das Leitungsteam und die Kinder beschließen, was alle angeht und reflektieren miteinander. Die Kinder wählen die Delegierten für die

Stammesversammlung.

Quelle: Ordnung der DPSG

Pfadfinder der DPSG – St. Wolfgang Regensburg, Kumpfmühl