Es war einmal…

… 29.September 1946
"In der Pfarrei Sankt Wolfgang versammelte sich die gesamte Pfarrjugend in der durch Bombentreffer beschädigten Wolfgangskirche. In den hohen dunklen Raum der Kirche brannte vor dem Altar ein Feuer, um das sich die Jugend mit ihren Bannern und Wimpeln gruppierte. An dem Feuer entzündeten die Jungen ihre Fackeln, erst drei zum Zeichen des dreifachen Versprechens, dann zehn, wobei das Gesetz der Pfadfinder vorgetragen wurde. Hierauf legten die Neulinge ihr Versprechen auf das Lilienbanner ab. Landesfeldmeister Fritz Pleines nahm sie auf in die Schar der Georgspfadfinder." - Eine Notiz im Stammesarchiv, die die erste Versprechenfeier des neugegründeten Stammes beschreibt.

Nach den Kriegsjahren hatte sich die katholische Jugend der Wolfgangspfarrei allmählich in die neue Freiheit gefunden. Bei einem Treffen der Kath. Jugend in der Notkirche kam es zur Abtrennung der Pfadfinder als eigener Bund.

Besonders der junge Kurat Max Görlich war von der Pfadfinderidee begeistert,  Eugen Rucker wurde Stammesführer. Den Geist des Pfadfindertums brachte Fritz Pleines den jungen Leitern bei. Er war schon vor dem Krieg Landesfeldmeister und  betrieb jetzt neben der Wolfgangskirche eine Polsterwerkstätte.

So begann sich die junge Gruppe zu formieren. Am 22. Juni wurde das Lilienbanner des Stammes geweiht. Es war von den Armen Schulschwestern(Ordensschwestern) selbst genäht worden. Einen starken Fürsprecher hatte der neue Stamm in Pfarrer Georg Lacher, der die Pfadfinderarbeit aus seiner Kaplanszeit in Amberg kannte.

Im Sommer 1948 waren von 180 Jungen der Pfarrjugend etwa 130 bei den Pfadfindern.

 

Pfadfinder der DPSG – St. Wolfgang Regensburg, Kumpfmühl